Streik bei Foxconn in Jundiai, Brasilien

3.700 Arbeiter_innen der Foxconn-Fabrik in Jundiai, Brasilien, traten am 11. September 2014 in den Streik. Sie forderten einen Plan für die Lohnentwicklung und Möglichkeiten für Beförderungen. Im August 2012 eingestellt haben sich ihre Löhne seitdem nicht geändert.
Bereits im Oktober 2012 und im Januar 2013 hatten die Arbeiter_innen dort gestreikt und dieselben Forderungen gestellt. Anschließende Versprechen der Foxconn-Leitung wurden aber nie umgesetzt. Ein weiteres Problem ist die hohe Arbeitsbelastung. Trotz steigender Produktionszahlen ist die Anzahl der Beschäftigten seit einem Jahr nicht erhöht worden.
Am 18. September nahmen die Arbeiter_innen die Arbeit wieder auf, nachdem Foxconn bei einem Schlichtungstreffen beim regionalen Arbeitsgericht in Campinas zwischen Foxconn und der Metall-Gewerkschaft erneut einen Plan zu Beförderungsmöglichkeiten und Lohnentwicklung zugesagt hatte.
Foxconn versuchte, an zwei der folgenden Samstage Sonderschichten anzusetzen, um die fünf Streiktage aufzuholen, aber die Gewerkschaft lehnte das ab. Foxconn sagte letztendlich zu, den Lohn für die fünf Streiktage auszuzahlen und auf die Sonderschichten zu verzichten.
Die Foxconn-Fabrik in Jundiai ist die einzige außerhalb Chinas, die iPads und iPhones für Apple herstellt. Foxconn betreibt in Brasilien weitere Fabriken, eine für Dell-Produkte ebenfalls in Jundiai, eine weitere in Manaus und eine in Itaquaquecetuba.
Englische Kurzberichte zum Streik finden sich hier und hier. Ein Bericht auf Brasilianisch findet sich hier.